Der Neumarkter Mastenhersteller zeigt, wie Betonmasten für die Golfregion entstehen
[07.09.2011]
Bundespräsident Christian Wulff hat während seiner Golfstaaten-Reise das Europoles-Werk im Oman besichtigt. Dort fertigt das Neumarkter Unternehmen seit zwei Jahren Schleuderbetonmasten. Das Joint-Venture-Werk gilt als Paradebeispiel für die erfolgreichen Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und dem Sultanat Oman.
Bei ihrem Besuch vergangene Woche ließen sich Christian Wulff und seine Frau Bettina live die Produktion von Schleuderbetonmasten zeigen. Diese ersetzen in der Golfregion zunehmend Holzmasten für Freileitungen, die im Wüstenklima ein hohes Brandrisiko tragen. Die Erneuerung und der Ausbau der Infrastruktur schreiten voran. Dabei setzen die Golfstaaten auf deutsche Qualität: Von Anfang an war Europoles ein wichtiger Lieferant für den Oman.
Produktionsstart über den Erwartungen
Um die steigende Nachfrage direkt vor Ort zu bedienen, gründete Europoles 2008 ein Joint Venture mit der omanischen RAYOMAN. Ein Fertigungskomplex für Schleuderbetonmasten wurde im Gewerbegebiet von Nizwa im Nordosten des Landes gebaut. Das Stammwerk in Neumarkt bildete die omanische Kernmannschaft aus, deutsche Fachkräfte unterstützten in der Anfangsphase vor Ort. Seit der offiziellen Einweihung Anfang 2010 produziert das Werk mehrere 10.000 Masten pro Jahr.
Einziges Industrieunternehmen auf der Agenda
"Ich bin stolz, dass wir als einziges Industrieunternehmen auf der sechstägigen Reiseagenda des Bundespräsidenten standen", freut sich Christof Nottbeck, Geschäftsführer des Europoles-Werks in Nizwa. "Das zeigt wieder, dass unsere Strategie hier im Oman genau die richtige ist." Dazu zählt die Nutzung regionaler Rohstoffe genauso wie die Selbstverpflichtung, Einheimische auszubilden und zu beschäftigen. Im Übrigen sichert das Engagement im Ausland Arbeitskräfte unmittelbar in Deutschland – das Engineering der omanischen Masten findet in Neumarkt statt. Auch Ziele wie Umweltschutz und Qualität sind für Europoles weltweit selbstverständlich. Dieses Engagement schätzt man in der Golfregion: Bereits 2010 wurde das Joint Venture ausgezeichnet – mit dem "His Majesty‘s Cup Award for the Best 5 Factories in Oman."
Wirtschaftliche Zusammenarbeit, die funktioniert
"Die deutschen und die omanischen Unternehmerwerte stimmen überein", weiß Christof Nottbeck. "So zahlt es sich für uns aus, mit unserem Know-how hier zu investieren." Diese Ansicht teilt auch Bundespräsident Christian Wulff. Ein viel besprochenes Thema seines Besuchs: die guten wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern. Das Potenzial für Investitionen im Oman und den anderen Golfstaaten für deutsche Unternehmen ist groß. Der Erfahrungsaustausch, Wissenstransfer und kulturelle Sensibilität werden für weitere erfolgreiche Unternehmensgeschichten wie die von Europoles sorgen.