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17.03.2016

Erfolgreich im Verbund: 22 Azubis feiern den Abschluss ihrer Ausbildung

Durchschnittlich dreieinhalb Jahre lang haben 22 junge Frauen und Männer die Berufsschulbank gedrückt, wertvolle Erfahrungen im Betrieb gesammelt, Verantwortung übernommen und im wahrsten Sinn des Wortes viel für das (Berufs-)Leben gelernt. Am Mittwochabend feierten die zehn Pfleiderer- und zwölf Europoles-Absolventen nun im Europoles-Gästehaus das erfolgreiche Ende ihrer Ausbildung.


Die Absolventen von Europoles mit Firmenvertretern und Ausbildern
Die Absolventen von Europoles und Pfleiderer

„Ziele hat man sehr viele im Leben und oft ist der Weg dahin lang und steinig. Ich kann sie nur ermutigen, auf das, was sie erreicht haben, aufzubauen. Sie haben mit Ihrem Abschluss gezeigt, dass Sie es können“, richtete Lothar Sennebogen, Geschäftsführer und Werksleiter Pfleiderer Neumarkt, zu Beginn der Feierstunde das Wort an die Nachwuchskräfte. Das erste Ziel haben die frischgebackenen Absolventen mit ihrem Abschluss schon erreicht. Wie hoch dabei die Qualität der Verbundausbildung ist, spiegelt sich nicht zuletzt im herausragenden Gesamtergebnis der praktischen Prüfung wider. Über 90 von 100 möglichen Punkten hat der Ausbildungsjahrgang im Durchschnitt in diesem Prüfungsteil erreicht. Besonders erwähnenswert ist dabei die Leistung von Robin Himmler, der bei Europoles Industriemechaniker gelernt hat. Er sicherte sich die vollen 100 Punkte. Doch nicht nur mit dem erfolgreichen Ende der Ausbildung haben die Absolventen einen Meilenstein in ihrem jungen Berufsleben gesetzt.

 

Ein besonderer Ausbildungsjahrgang

Bereits während der Ausbildungszeit haben sie sich in den beiden Ausbildungsverbund-Unternehmen engagiert. Ob ein ganzes Jahr lang als Junior-Ausbilder, bei der Betreuung von Flüchtlingen im Ausbildungszentrum zur Berufsorientierung oder im Zuge von Auslandspraktika in den Niederlassungen – die Azubis haben Verantwortung übernommen. Was alles in diesem Jahrgang steckt, zeigt sich bei genauerem Hinsehen. So hat etwa Stefan Gleinig, Elektroniker bei Pfleiderer, per Berufsschule Plus das Abitur nachgeholt und wird im Oktober sein Bachelorstudium Elektrotechnik aufnehmen, das Pfleiderer in diesem Jahr erstmalig anbietet. Ein besonderes Resümee seiner Ausbildung kann auch Ali Akgül ziehen. Er hatte den Weg zum Industriekaufmann in einer auf zweieinhalb Jahre verkürzten Ausbildungszeit bewältigt. Um gemeinsam mit seinen 21 Mitabsolventen seinen Abschluss feiern zu können, hat der junge Mann außerdem ganze fünf Stunden Anfahrt nach Neumarkt auf sich genommen, denn sein Ausbildungsbetrieb Eurocoatings, eine Tochterfirma von Europoles, liegt im nordrhein-westfälischen Ort Werl.

In allen Belangen außergewöhnlich sind auch die drei jungen Frauen des Abschlussjahrgangs: Galina Ilieva hat ihre Ausbildung zur Industriekauffrau in Teilzeit absolviert und so Job und Familie perfekt in Einklang bringen können. Maria Burger und Maria Mayer haben sich beide für die Ausbildung zur Elektronikerin für Betriebstechnik entschieden und damit eindrucksvoll bewiesen, wie gut sich Frauen in einem „klassischen Männerberuf“ behaupten können. Den entscheidenden Ausschlag für den Ausbildungsberuf hatte bei Maria Mayer übrigens das Mädchen für Technik Camp gegeben, das jedes Jahr von Europoles und Pfleiderer angeboten wird. Heute bringt Maria Mayer als Ausbildungsbotschafterin Beruf und Verbundfirmen interessierten Schülerinnen und Schülern näher.

 

Forscherdrang und Zukunftsaussichten

Fast schon traditionell haben die ehemaligen Azubis außerdem beim „Jugend forscht“ Wettbewerb mit ihren Erfindungen erste Lorbeeren sammeln können. Robin Himmler holte sich mit seinem Projekt „Hackschnitzelbohrkrone“ den Regionalsieg Oberpfalz bei Deutschlands bekanntestem Jungforscherwettbewerb. Einen tollen zweiten Rang beim Landeswettbewerb Bayern erreichte das Team Stefan Gleinig und Lukas Rappel mit ihrer Erfindung „Power-Hantel“. Für die Mischung aus Sportgerät und Stromerzeugung wurden sie zudem bei der internationalen Erfinder-Fachmesse iENA in Nürnberg mit der Bronze-Medaille ausgezeichnet. Ebenfalls eine Bronze-Medaille bei der iENA wurde Florian Wittl verliehen. Mit seiner Erfindung, dem „Cake-Sparkler“ konnte er die Jury eindrucksvoll überzeugen.

Bei der Zeugnisverleihung am Mittwochabend blickten die Nachwuchskräfte zusammen mit ihren Ausbildern und den Unternehmensvertretern auf diese Erfolge der hinter ihnen liegenden Ausbildung zurück. Nun gilt es jedoch, die gesammelten Erfahrungen beim Einsatz in den beiden Unternehmen umzusetzen, denn das Übernahmeangebot von Europoles und Pfleiderer haben alle 22 Absolventen angenommen. Einen wichtigen Ratschlag dafür gab ihnen mit Europoles-Geschäftsführer Roland Kastner jemand auf den Weg, der vor 30 Jahren selbst seine Ausbildung im Unternehmen absolviert hatte: „Besinnen Sie sich auf Tugenden wie Zuverlässigkeit und Verbindlichkeit und nehmen Sie die Herausforderung an, noch mehr Verantwortung zu übernehmen. Blicken Sie auf die schönen Momente der Ausbildung zurück, aber schauen Sie auch zuversichtlich nach vorne.“