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08.10.2015

Ausbildung, Abitur, Studium: Verbundausbildung von Pfleiderer und Europoles macht alles möglich

Ausgelassene Stimmung herrschte am Mittwoch im Gästehaus der Firma Europoles: Doch diesmal waren es nicht Kunden oder Geschäftspartner, die bei Live-Musik und gutem Essen begrüßt wurden. Die Aufmerksamkeit der geladenen Gäste galt ganz allein den 16 jungen Frauen und 12 Männern, die in den zurückliegenden Wochen ihre Verbundausbildung bzw. ein duales Studium bei Europoles oder Pfleiderer abgeschlossen haben.


(Foto: Pfleiderer)

 „Stolz sind wir auf sie alle“, erklärt Kerstin Wurm, stellvertretende Personalleiterin bei Europoles: „Aber besonders erwähnenswert finde ich, was Florian Eckersberger geschafft hat, unser erster Bachelor-Absolvent an der Dualen Hochschule in Baden-Württemberg.“ Der junge Mann hatte 2009 mit dem Realschulabschluss in der Tasche seine Ausbildung zum Industriekaufmann bei Europoles begonnen und – parallel dazu – sein Fachabitur erlangt. Möglich machte das die "Berufsschule plus", eine Doppelqualifizierungsmaßnahme für besonders leistungsfähige Auszubildende.

 

Erster Bachelor of Arts in „International Business“


Nun, 6 Jahre später, sitzt er bei Europoles schon fest im Sattel und feiert seinen zweisprachigen Bachelor-Abschluss in „International Business“ an der DHBW in Bad Mergentheim, den er dual studierend erworben hat. Mit seinen Englisch-Kenntnissen und der Vertiefung „Innovation und Technik" ist er bei dem international tätigen Mastenbauer ein gefragter Mann – und ein Vorbild für kommende Absolventen-Generationen der Verbundausbildung. Tobias Hofmann und Corinna Hörteis beispielsweise, beide frischgebackene Industriekaufleute bei Europoles, haben ebenfalls die „Berufsschule plus“ absolviert. Somit konnten sie am gestrigen Abend gleich zweimal anstoßen: Auf die bestandene Abschlussprüfung und auf ihr Fachabitur, das ihnen den Weg an eine Hochschule eröffnet.

„Unsere Nachwuchskräfte profitieren nicht nur von einer erstklassigen Ausbildung, bei der sie zwei verschiedene Firmen und damit zwei Branchen und Unternehmenskulturen kennen lernen“, sagt Andreas Götz, der für die Ausbildung bei Pfleiderer zuständig ist: „Wir eröffnen ihnen darüber hinaus auch vielfältige Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten, damit ihnen in beiden Unternehmen möglichst viele Karrierewege offenstehen."

 

Mit „Azubi forscht“ auf die Erfindermesse.


Und so mancher Verbund-Azubi hat es während seiner Ausbildung auch schon zum eigenen Patent geschafft – wie Alina Maget, die gestern Abend ihr Abschlusszeugnis als Industriekauffrau entgegennehmen durfte. Mit zwei Kollegen hatte sie am „Azubi forscht“ Programm teilgenommen und 2013 die „Power-Hantel“ präsentiert: Ein Sportgerät, mit dem man beim Walken allein durch die Bewegung der Arme über eine Magnet-Spule Strom erzeugen und speichern kann. Die erzeugte Energie lässt sich über einen USB-Anschluss nutzen, um beispielsweise ein Handy aufzuladen. Für so viel Erfindergeist wurde das Team bei „Jugend forscht“ mit Preisen überhäuft: Unter anderem mit dem Regionalsieg Oberpfalz, dem zweiten Platz im Landesentscheid und dem „Sonderpreis iENA“, mit dem sie an der Erfindermesse 2013 in Nürnberg teilnehmen durften.

 

Übernahmeangebote für alle


So wie Alina Maget oder Florian Eckersberger konnten aber auch die anderen Absolventen am gestrigen Abend auf unvergessliche Momente und gemeinschaftliche Erlebnisse zurückblicken. Und obwohl der Lebensabschnitt ihrer Ausbildung nun beendet ist, werden sich die jungen Industrie- und Bürokaufleute, Fachinformatiker und Informatikkaufleute sowie Bachelors of Arts nicht aus den Augen verlieren: Das Übernahmeangebot von Europoles hat nur einer der 12 Absolventen ausgeschlagen. Und von den 16 jungen Frauen und Männern, die bei Pfleiderer ihre Ausbildung absolviert haben, bleiben sogar alle dem Unternehmen treu.