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02.04.2015

Azubis der Verbundfirmen Europoles und Pfleiderer fahren zum „Jugend forscht“-Bundeswettbewerb

Paul Keckl, Tim Poulet und Daniel Seidler haben es geschafft. Das Team der 17- und 18-jährigen Auszubildenden von Europoles und Pfleiderer nimmt von 26. bis 30. Mai am Bundeswettbewerb von „Jugend forscht“ in Ludwigshafen teil. Mit ihrem Projekt „Schlagzahlenpistole“ haben die drei nach dem Sieg beim Regionalwettbewerb auch die 29-köpfige Jury beim Landeswettbewerb in Regensburg von ihrer Erfindung aus dem Fachgebiet „Arbeitswelt“ überzeugen können. Insgesamt 89 Teilnehmer waren beim bayerischen Landesentscheid an den Start gegangen.


Das Team "Schlagzahlenpistole" mit seinen Betreuern von Europoles und Pfleiderer

Aufgrund des Verletzungsrisikos bei der herkömmlichen Prägung von Metallstücken mit sogenannten „Schlagzahlen“ mit einem Hammer haben die Azubis eine pneumatische Schlagzahlenpistole entwickelt, um den Stahl sicher und ohne großen Kraftaufwand zu markieren. 400 Euro pro Tag kostet es einem Unternehmen im Schnitt, wenn sich ein Mitarbeiter wegen einer Verletzung bei solchen Stanzarbeiten krank melden muss. Durch die Schlagzahlenpistole können derartige Unfälle vermieden werden. Außerdem lassen sich Zeit- und Kraftaufwand bei diesem Arbeitsschritt durch die Schlagzahlenpistole erheblich verringern. Äußerst beeindruckt von den Leistungen aller jungen bayerischen Forscher zeigte sich Bildungsstaatssekretär Georg Eisenreich bei der Preisverleihung in der Universität Regensburg: „Die Teilnehmer haben mit Begeisterung ihre eigenen Ideen verwirklicht und entscheidende Kompetenzen gestärkt: Leistungsbereitschaft, Kreativität und Durchhaltevermögen.“

 

Mit Leistungsbereitschaft, Kreativität und Durchhaltevermögen hatten die Auszubildenden von Europoles und Pfleiderer schon bei der 20. Auflage des Regionalwettbewerbs Ende Februar in der kleinen Jurahalle in Neumarkt gepunktet. Neben dem Projekt „Schlagzahlenpistole“ waren zwei weitere gemischte Teams der beiden Firmen unter 129 Azubis und Schülern an den Start gegangen. Der „Cake Sparkler“ wurde von den Azubis Florian Wittl, Sonja Zollbrecht und Anna Geidl entwickelt. Der Umbau eines herkömmlichen Föns ermöglicht sonst mühsames Kuchenverzieren in Sekundenschnelle. Stefan Brock, Florian Wittmann und Jonas Regensburger präsentierten ihren zweiteiligen magnetischen Schraubstock. Diese Erfindung erleichtert das Einspannen von Werkstücken, da der Schraubstock nicht mehr am Tisch befestigt ist, sondern auf einem Magnetfeld liegt, das mithilfe eines Fußpedals ein- und ausgeschaltet werden kann. Beide Teams gewannen den Sonderpreis iENA und dürfen im Herbst an der gleichnamigen internationalen Fachmesse in Nürnberg teilnehmen.