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25.02.2015

Auszeichnung für Energiespar-Vorreiter aus Bayern

Die Energiewende als zentrale Antwort auf den Klimawandel ist derzeit in aller Munde und die Diskussionen vielleicht heißer denn je. Doch nicht nur in der breiten Öffentlichkeit sorgen die Auswirkungen des Klimawandels für Gesprächsstoff. Auch bei den Industrieunternehmen rücken Energieeinsparmaßnahmen immer stärker in den Fokus. Ein Vorreiter in Sachen Energieeffizienz wurde nun von der Initiative EnergieEffizienz der dena (Deutsche Energie-Agentur) für ein herausragendes Projekt ausgezeichnet. Die Firma OM-Klebetechnik aus dem bayerischen Seligenporten suchte eine Möglichkeit, erneuerbare Energien einzubinden, um sich von steigenden Energiepreisen unabhängig zu machen. Fündig wurde der Klebeprodukte-Fabrikant und Converting Dienstleister für 3M, tesa SE und Orafol bei den TerraCool Hochleistungs-Energiepfählen des Neumarkter Mastenherstellers Europoles.


dena Best Practice Label 2015
Albert Vögerl, Technischer Berater bei Europoles und Geschäftsführer Viatherm (l.) mit OM-Klebetechnik Geschäftsführer Olaf Mundt (r.) vor einer der Druckstraßen, die durch die Hochleistungs-Energiepfähle gekühlt wird. (Foto: OM-Klebetechnik GmbH)

„Hintergrund für die Schaffung des TerraCool-Basis-Systems war genau jener Grund, der jetzt durch den Klimawandel noch verschärft wird: Die steigenden Aufwendungen zur Kühlung von Anlagen und Gebäuden“, erklärt Albert Vögerl, der das System bereits 2004 in Verbindung mit der Firma Viatherm entwickelt hatte. Heute sorgen sechs Hochleistungs-Energiepfähle bei der OM-Klebetechnik für die Kühlung von drei Druckstraßen des modernen Maschinenparks. Aus wirtschaftlicher Sicht bedeutet der Einsatz der Pfähle eine Senkung der Energiekosten auf gut 200 Euro pro Jahr für den Betrieb der Umwälzpumpen für das System – und damit die Einsparung von rund 30.000 Euro Stromkosten. „Mit herkömmlichen am Markt erhältlichen Systemen, wie Energiepfählen oder Erdwärmesonden, ist eine solche Effizienz für uns nicht erreichbar“, begründet OM-Klebetechnik Geschäftsführer Olaf Mundt den Einsatz der Hochleistungs-Energiepfähle. Energieeffizienz und die Schonung der Umwelt zeichnen die Pfähle aus, die im Boden versenkt werden und sich dessen geologische Kühlwirkung zu Nutze machen. Bei der OM-Klebtechnik konnte man den CO2-Ausstoß um 80 Tonnen pro Jahr reduzieren. Zahlen, die auch die Verantwortlichen der dena überzeugten. Denn nun wurde die OM-Klebetechnik für das Projekt offiziell mit dem Label „Best Practice Energieeffizienz 2015 – Durch die Deutsche Energie-Agentur zur Nachahmung empfohlen“ ausgezeichnet.

 

Weitere Informationen zum Projekt „Einsatz von Hochleistungs-Energiepfählen (HEP) zur Maschinenkühlung“ finden Sie unter:

 

http://www.stromeffizienz.de/industrie-gewerbe/onlinehilfen/datenbank-referenzprojekte.html?tx_sbproref_pi1%5BshowUid%5D=291