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28.03.2014

Crashtests mit Straßenlichtmast

Um die passive Sicherheit von Masten auf die Probe zu stellen, hat Europoles eine Crashanlage konstruiert und diese in Zusammenarbeit mit der Firma Concept am Standort Konin aufgebaut. Nun wurde die Anlage zertifiziert.


Mit der Crashanlage ist es möglich, Crashfahrzeuge auf eine Geschwindigkeit von 100km/h zu beschleunigen und mit dem Europoles Straßenlichtmast kollidieren zu lassen. Die passive Sicherheit der Maste im Straßenverkehr wird dabei nach einer vorgegebenen Norm gemessen. Der Stahllichtmast mit Fußplatte und zugehörigem Fertigteilfundament hat beim Test die Anforderungen der höchsten Kategorie für passive Sicherheit „High Energy Absorbing“ (HE3) erfüllt. Außerdem hat der Mast auch in der Kategorie „Insassensicherheit“ die bestmögliche Wertung erzielt.

 

Generell ist es in Europa üblich, für solche Crashtests Crashfahrzeuge zu benutzen, die lediglich einmal verwendet werden können. Europoles ist es aber gelungen, einen sogenannten Blockwagen zu entwickeln, bei dem nach jedem Crash nur ein Verformungsteil ausgewechselt werden muss. Somit ist es nicht mehr notwendig, für jeden Crashtest neue Test-Fahrzeuge zu organisieren.

 

In Konin ist man in der Lage, diese Tests ohne externe Hilfe durchzuführen. Lediglich zur Zertifizierung von neuen Mastvarianten oder –längen ist noch ein auswärtiger Zertifizierer notwendig. Zertifiziert wurden bisher eine Mastfamilie mit den Höhen 8 Meter, 10 Meter und 12 Meter sowie nun auch die Crashanlage selbst.